Bezirksverband Koblenz-Montabaur

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„Mensch Opa gib Gas“- Senioren als Teilnehmer im Straßenverkehr, unter diesem Titel stand der Vortrag von Hermann-Josef Weyand, zu dem die Senioren- Union eingeladen hatte. Fast 80 Teilnehmer konnte Karl-Heinz Totz, der Vorsitzende der Senioren- Union im Konferenzraum der Tiefensteiner Stadenhalle begrüßen und freute sich über das große Interesse der SU-Mitglieder, von Freunden und Bekannten.

Hermann-Josef Weyand, mehr als 43 Jahre als Fahrlehrer tätig und seit 25 Jahren deren Kreisvorsitzender, arbeitet schon seit vielen Jahren als ehrenamtlicher Sicherheitsbeauftragter für Senioren eng mit der Polizei zusammen und ist dadurch bei Neuerungen von Gesetzen und Verordnungen immer auf den aktuellsten Stand. Am Anfang resümierte er kurz seinen Vortrag vom letzten Jahr mit anderslautenden inhaltlichen Schwerpunkten und beantwortete mehrere Fragen, die sich dazu noch ergaben.

Die aktuellen Ausführungen befassten sich hauptsächlich mit den Themen Fahrer-Assistenzsysteme, Geschwindigkeit und Verkehrszeichen. „Beim Kauf eines neuen Autos sollten Senioren darauf achten, dass sie sich für einen etwas höheren Wagen mit guter Rundumsicht, evtl. mit Schiebetüren und auch möglichst mit Automatikgetriebe entscheiden“, so Weyand. Wichtig ist auch, dass der Wagen mit Hilfssystemen ausgestattet ist, die der Fahrer für sich als sinnvoll erachtet. In sehr informativen Kurzfilmen erläuterte er die verschiedenen Assistenzsysteme, wie z.B. Spurhalte-, Spurwechsel-, Notbrems-, Licht-, Verkehrszeichen-, Nachtsicht-, Einparkassistent und Müdigkeitswarner.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Geschwindigkeit. Diese muss grundsätzlich an die Straßen-, Verkehrs- und Wetterverhältnisse angepasst werden. Daraus ergibt sich, dass die ausgewiesene Höchstgeschwindigkeit nur bei besten Wetter- und Sichtbedingungen gefahren werden sollte. Außerdem vertiefte er das Wissen an Hand verschiedener Verkehrszeichen. Wie z.B. dass das „Zone 30“-Schild für das gesamte ausgewiesene Gebiet, auf allen Straßen so lange gilt, bis es mit dem „Ende einer Tempo-30-Zone“ Schild wieder aufgehoben wird. Er mahnte, dass im verkehrsberuhigten Bereich nur eine Geschwindigkeit von 4-7 km/h gefahren werden darf, die Fußgänger Vorrecht haben, immer rechts vor links gilt und nur auf gekennzeichneten Flächen geparkt werden darf. Als Lehrbeispiel verdeutlichte er dieses an dem neu gestalteten Bahnhofsvorplatz in Oberstein. Auch die Vorschriften bei drei- und vierspurigen Kraftfahrtstraßen sowie die Errechnung des Bremsweges rief er den Teilnehmern noch mal in Erinnerung. „Es ist schon erstaunlich, was es an Neuerungen gibt, was aber auch schon in Vergessenheit geraten ist und deswegen ist für uns alle eine solche Veranstaltung sehr wichtig“, erkannten die SU-Vorstandsmitglieder Irmgard Bender und Ilka Klein.
Herrmann-Josef Weyand hatte noch weiteres Informationsmaterial zu verschiedenen Themen mitgebracht, die er den Anwesenden zu Verfügung stellte und freute sich, „dass die Teilnehmer seinen knapp dreistündigen, aber total interessanten Informationen“, so Karl-Heinz Totz, „so konzentriert gefolgt waren. Deswegen überreiche er zum Dank auch gerne gesunde gepresste Trauben in Form von Idar-Obersteiner Sekt“.

Totz wies zum Schluss noch daraufhin, dass nur noch wenige Plätze für die vom 15. bis 22. Mai stattfindende Fahrt zur Mecklenburgischen Seenplatte frei seien, die auch gerne von Bekannten und Nichtmitgliedern genutzt werden könnten.

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