Bezirksverband Koblenz-Montabaur

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Vor 201 Jahren wurde Birkenfeld oldenburgisch - Senioren-Union informiert sich

„In diesem Jahr beschäftigen wir uns in drei Veranstaltungen mit unserem Landkreis Birkenfeld“, begrüßte Kreisvorsitzender Karl-Heinz Totz mehr als 40 Mitglieder und Freunde der Senioren-Union im Nebenraum der Stadenhalle in Tiefenstein. „Nach – Quo vadis Landkreis Birkenfeld?- mit Landrat Dr. Matthias Schneider, der Gegenwart und Zukunft beinhaltete, geht es heute um unsere Vergangenheit. Deshalb freue ich mich besonders, dass wir Herrn Dipl. Ing. Jürgen Schmidt dafür gewinnen konnten.“

„Am 16. April 1817, fast genau auf den Tag vor 201 Jahren wurden Teile des heutigen Kreises Birkenfeld oldenburgisch“, begann Jürgen Schmidt seinen Vortrag. „Die geschichtliche Entwicklung dazu begann bereits 1792 mit den Revolutionskriegen und deren Auswirkungen für unsere Region, die von den französischen Revolutionstruppen besetzt wurde. Ende Januar 1814 ging die französische Besatzungszeit zu Ende und unsere Region gehörte kurze Zeit zur Österreich/Bayrischen K&K Monarchie sowie anschließend zu Preußen. Auf dem Wiener Kongress, 1814 bis 1815, wurde Europa neu aufgeteilt. Es begann ein würdeloses Geschachere um einzelne Landesteile. Herzog Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg, als Kind am Zarenhof in Russland von seinen dortigen Verwandten erzogen, erhob Anspruch auf Land in Ostfriesland mit 160.000 Einwohnern. Er glaubte sich von Zar Alexander gut in Wien vertreten; bekam aber nur das wirtschaftlich unterentwickelte Gebiet zwischen Hunsrück und Pfalz mit 20.000 Seelen zugeteilt. Ostfriesland ging an das Haus Hannover. Tief enttäuscht wollte er anfangs dieses Land nicht annehmen und verzichtete auf den Großherzogtitel. Trotzdem schickte er seinen Bediensteten Ludwig Starkloff inkognito hierher, um einen detaillierten Bericht über den Landstrich zu erhalten und entschloss sich dann doch zur Übernahme dieser Region.“ Zu den Feierlichkeiten war der Herzog nicht erschienen, doch spendete er 1000 Gulden für die Armen und weitere 1500 Gulden für den Fruchtankauf für die Bevölkerung.

„Nun wurde“, so Schmidt weiter, „eine Regierungskommission unter Ludwig Conrad Leopold Wibel gebildet, die das Land in drei Ämter, in Bürgermeistereien und Ortschaften unterteilte. Es gab vorerst keine parlamentarische Vertretung. Bis 1852 verfügte das Land Oldenburg über keine Verfassung. Die Regierung bereitete die Gesetze vor, die der Herzog noch genehmigen musste. Der Herzog war der absolute Souverän. Erst sein Sohn Paul Friedrich August nahm den Großherzogtitel an. Ganz prägnant war die Amtszeit des zweiten Regierungspräsidenten, Dr. Hannibal Fischer, der von 1831 bis 1848 regierte. Er brachte viele weitere Neuerungen und Verbesserungen für unsere Region. Es wurden während der Zugehörigkeit zu Oldenburg mit Preußen oftmals Gespräche wegen eines Gebietstausches geführt. Auch nach dem ersten Weltkrieg erlebte unser Landkreis eine wechselvolle Geschichte. Per Gesetz wurde das Fürstentum Birkenfeld am 01.April 1937 preußisch, sodass es genau 120 Jahre unter oldenburgischer Herrschaft stand“ beendete Jürgen Schmidt seinen Vortrag.

„Es war eine wirklich interessante Reise in die Vergangenheit“, resümierte Totz in seinen Schlussworten. „Ihr Vortrag, Herr Schmidt, hat uns die wechselvolle Geschichte des Landkreises sehr eindrücklich vor Augen geführt“.

Die letzte Veranstaltung dieser geschichtlichen Reihe führt die Senioren-Union am 16. Mai um 14.30 Uhr ins Birkenfelder Landesmuseum.

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